Einsetzen von Garnelen

Das Einsetzen von Garnelen erfolgt ähnlich wie bei Zierfischen. Jedoch sollten Garnelen viel langsamer eingewöhnt werden wie Fische, da sie bei falschem Einsetzen einen Schock erleiden können. Dies zeigt sich bei Garnelen mit Häutungsproblemen und somit auch mit eingeschränkter Fortpflanzung.

Das ganze kann auch erleichtert werden.
Dazu nimmt man einen Luftschlauch und einen kleinen Hahn (starke Wäscheklammer geht auch) oder ähnliches. Jetzt saugt man mit dem Schlauch Aquarienwasser an und lässt es ganz langsam in den Eimer tropfen bis sich die Wassermenge im Eimer Tropf um Tropf innerhalb von mind. 2 Stunden mindestens verdoppelt hat. Bei empfindlicheren Arten empfiehlt es sich die Eingewöhnungsdauer zu verlängern.

   

Mein Tipp: Je langsamer desto besser! Wer sich Zeit nehmen will, kann dies gerne auch über mehr als 2 Stunden machen. Die zweite Variante hat sich bei Garnelen am besten bewährt, da das Transportwasser mit dem Beckenwasser sehr langsam und gleichmässig vermischt wird.
Die Garnelen werden es Ihnen Danken!


Welche Zwerggarnelen kreuzen sich?

Kreuzungstabelle 


Rezept für selbstgemachtes Garnelenfutter

Garnelenfutter Rezept 


Vergesellschaftung mit anderen Aquarienbewohner

Mit welchen Fischen kann ich Zwerggarnelen vergesellschaften?

Zwerggarnelen können gut mit kleineren Fischen die Ihnen nicht nachstellen vergesellschaftet werden. Wichtig ist es sicherlich, dass das Aquarium gut mit feinfiedrigen Pflanzen wie Javamoos oder Hornkraut usw. bestückt ist. Auch Steinaufbauten und kleinere Laubhafen mit Buchen oder Eichenlaub geben den Garnelen und vor allem deren Nachwuchs Schutz. Grössere Fische wie z.B. Skalare, versch. Barsche, Diskus und sämtliche Raubfische sehen die Garnelen als Lebendfutter an. Eine Vergesellschaftung mit solchen Fischen ist nicht zu empfehlen. Geeignet sind sicherlich kleinbleibende Harnischwelse. Diesen wird sogar nachgesagt, dass sie eine positive Wirkung auf die Garnelen haben.
Jeder sollte sich im Klaren sein, dass bei einer Vergesellschaftung mit Fischen nicht der ganze Nachwuchs der Garnelen durchkommt und für eine optimale Vermehrungsrate sicherlich ein Artbecken zu bevorzugen ist. Als Vergesellschaftungs-Beispiele gelten die folgenden Fische.
(Dies ist nur eine kleine Auswahl der geeigneten Fische.)


Schädlinge im Garnelenaquarium

Im Garnelenaquarium treten häufig die zwei nachfolgenden Schädlinge auf.
Über die Auswirkungen auf die Garnelen ist man jedoch noch sehr unterschiedlicher Meinung.

Als erstes wären da die Hydra (Süsswasserpolypen) zu nennen. Sie sehen aus wie kleine ca. 2-5mm grosse Bäumchen mit sechs Fangarmen. Sie besiedeln meist Oberflächen wie Scheiben, Steine, Wurzeln oder andere Einrichtungsgegenstände. Sie sind meines Erachtens nicht sehr gefährlich für die Garnelen, können aber, wenn sie in Massen auftreten die Garnelen in ihrem Wohlbefinden einschränken. Hydras kann man mit im Fachhandel erhältlichen chemischen Mittel bekämpfen (1.). Besser hat sich jedoch der Einsatz von Spitzschlammschnecken (Lymnea stagnalis) bewährt. Diese Weiden auf ihrer ständigen Futtersuche die Hydras einfach ab.

 

Weiter kommen auch Planarien (Scheibenwürmer) oft in Garnelenbecken vor. Diese sind etwas schwieriger zu bekämpfen. Planarien sind ca. 0,5 bis 1,5cm lange Würmer mit meist einem dreieckigen Kopf (je nach Art). Planarien werden durch neu eingesetzte Pflanzen, Schnecken oder andere Planarien und Planarieneier tragende Gegenstände ins Becken getragen. Die Planarie kann nur mit chemischen Mittel zufriedenstellend bekämpft werden (1.). Da die Planarien Eier legen, sollte 14 Tage nach der ersten Bekämpfung nochmals eine Behandlung erfolgen. So wird sichergestellt, dass auch die frisch geschlüpften Planarien beseitigt werden.

 

  1. Chemische Bekämpfungsmittel schaden meist den Mikroorganismen im Aquarium und können auch anderen Bewohnern schaden.
    Da es oft mehrere Mittelchen und auch solche mit gewissen Nebenwirkungen gibt, möchte ich hier, trotz mehreren erfolgreichen Bekämpfungen, keine genaueren Angaben zur chemischen Bekämpfung machen. Sollte jedoch jemand Probleme mit solchen Plagegeister haben, so kann er sich gerne die nötigen Informationen bei mir einholen.